2009 Syrien Adventure

Nun geht es in 3 Tagen schon los und Latus und ich starten zur diesjährigen Tour.

Nach dem vorbereiten der Maschinen (neue Desert-Reifen, Kontrolle der Elektrik, Ölwechsel, Überprüfung der Räder beim Speichenzentrum Niederrhein und und und) sowie dem Check der Fahrer beim Doc – steht nun das Packen der Ausrüstung auf dem Programm.

Da die erste Etappe der Reise mit Auto und Anhänger erfolgen soll wurde auch der Wagen einem Check unterzogen und befindet sich zur Sicherheit im Moment beim freundlichen KFZ Meister. Nachdem Austausch letzter Teile sollte auch der Punkt als abgehakt gelten.

Alles ist nun endlich verpackt und das Auto sieht aus, als wollte eine 15-köpfige Famile auswandern. Unglaublich was für einen Pröddel man dabei hat.
Bei allen Bergen hoffe ich jedoch, dass alles da ist, was da sein soll. Na ja ich werde es merken.
Durch den Start ohne vorher alles auf der Dicken angepasst zu haben, ist das Gepäck völlig unstrukturiert und ich fühle mich sehr unsicher. Mal schauen, was wir alles im Auto lassen, wenn´s dann wirklich los geht und wir uns auf die Maschinen schwingen…

Sitze hier gerade im Büro, schaue in den Regen hinaus, verfolge den Thread „Outdoor…“ und würde gern mit Euch tauschen. Wünsche Euch neben knitterfreiem Flug und einer Handbreit Schotter alles erdenklich Gute auf der Fahrt zur Quelle des ABC.
Werde die Berichte gespannt verfolgen.

Schütt

Nach der Fahrt mit meinem Passat und Anhänger bis zur Pezifamilie sind wir nicht nur gut angekommen, sondern auch super empfangen worden.

Bei der Pezifamili
Bei der Pezifamili

Vielen Dank von hier aus noch einmal an Karin für das herzliche Willkommen, den Platz auf der Couch und das tolle Frühstück. Wir haben uns wirklich wohl gefühlt bei Euch.

Die weitere Fahrt führte uns durch wunderschöne Landschaft bei bestem Wetter über Slowenien (kleiner Abstecher) an die italienische Adriaküste (Caorol) auf einen schönen Campingplatz. Von da aus ging es am folgenden Tag nach Ancona zur Fähre

Hafenlager
Hafenlager

Nach ewigem Warten im Hafen von Ancona bei Bruthitze sind wir nun auf der Fähre gelandet und versuchen im Internetcafé, Worte durch die lahme Verbindung zu quetschen. Das Wetter ist seit Tagen stabil –  klasse – und die Jacken sind ebenso lange verstaut im Gepäck.  Das neue Wuppenduro Fahrerhemd kommt also gut zur Geltung 🙂
In aller Frühe werden wir morgen an Land gehen und erste Spuren auf dieses für uns neue Land werfen.
Wir sind gespannt…
Mit einem dann evtl.  auch geladenem Netbook gibt es  vielleicht auch mal Bilder 🙂

Griechenland haben wir mit kurzen Zwischenstopps zum Essen (Thessaloniki) und zum Trinken ın einer Strandbar (lecker Eistee) schnell hinter uns gelassen. Wir freuen uns aber darauf, auf dem Rückweg mehr davon zu sehen. Das Wetter war einfach traumhaft. Und wir würden gerne noch viel mehr sehen. Leider haben wir erst als die Fähre weg war gemerkt, dass wir das GPS von Latus verloren haben. Ein paar Anrufe bei der Fährgesellschaft haben aber alle Probleme beseitigt. Das Teil ist in der Garage gefunden worden und schippert nach Patras 🙂

Einauge
Einauge

Wir haben vereinbart, es auf dem Rückweg beim Fährbüro abzuholen…

22.05.09

Die Empfehlung des Lonely Planet war wirklich gut.  Das Hotel Ulusan war eine gute Wahl. Nicht nur der freie Internetzugang (Wlan), sondern auch Sauberkeit und Ruhe sprechen für sich. Einzig eine fehlende Garage für die ST´s würde das Vergnügen noch abrunden.

hotel-ulasan

Nach einem leckeren Frühstück brechen wir gleich auf zur letzten Türkei-Etappe vor dem morgigen Grenzübertritt nach Syrien

LECKER

24.05.09 Syrien

Nach einem letzten Stop in der Türkei bei Yumatalik und dem (von der Polizei genehmigten) wilden Zelten an der Strandpromenade im Stadtpark (keine 30m vom Meer) sind wir über die schnelle Autobahnroute nach Syrien gefahren. Die Grenzformalitäten waren wirklich alles andere als einfach. Gut zwei Stunden haben wir hier verbracht und sind pro Person 80 € für Triptik und Customs los geworden zzgl. einiger Tipps für die Beamten.
Schlussendlich wurden wir aber überall freundlich und fair behandelt.
Unser erster Punkt in Syrien war das Saladinen Kloster, eine unglaublich weitläufige Anlage, die zu ihrer Zeit einmal überaus prächtig gewesen sein muss. Lecker gegessen haben wir zudem im Restaurant oberhalb der Anlage.
Danach ging es weiter nach Aleppo. Hier haben wir uns durch irrwitzigen Verkehr gekämpft und uns zum Hotel Dar Halabi (www.dar-halabi.com) durchgeschlagen. Das war wirklich ein Erlebnis, weil die Dicken nur um Haaresbreite durch die Souqs passten. Die Empfehlung der Dunehoppers war aber alle Mühe wert.
Heute streiften wir den ganzen Tag über durch Aleppo mit dem Nationalmuseum, einer Moschee und der Zitadelle im im Ortskern

Citadelle in Alepo Syrien
Zitadelle in Aleppo/Syrien

Dabei rundete ein überaus gutes Essen für 750 SP den schönen Tag ab. Auch dieses Restaurant ist ein echter Tipp.

Restaurant in Alepo
Restaurant in Aleppo

Und jetzt heißt es schnell einschlafen, denn morgen checken wir aus, und alleine das Zimmer leer zu räumen ist schon eine Aufgabe:-)

Gute Nacht und bis bald in….

Eine besondere Aufgabe ist es aber noch vom Hotel zurück zur Zitadelle zu kommen. Zu Fuß ist das nen Klacks, aber so richtig interessant wird es mit zwei voll bepacken Maschinen, wenn sich der Stassenmarkt so langsam mit Leben füllt. Aber seht selber Durch die Stassen von Aleppo

27.05.09 Damaskus

Soeben sind wir in Damaskus eingetroffen. Zur Hotelsuche sind wird ins erstbeste Internetcafé gekommen. Camping ist anscheinend nicht möglich.
Wir suchen weiter, wollen zwei Tage bleiben und finden bestimmt noch ein Internetcafé…

28.05.09 Damaskus

Wir sind bei Familie Fallouh untergekommen und wohnen in einem netten Zimmer mit eigenem Bad, Küche und Kühlschrank. Hier ist Familienanschluss garantiert und wir fühlen uns sau-wohl. Unsere Top Empfehlung für Damaskus !!!

Wohnen bei Familie Fallouh
Wohnen bei Familie Fallouh

Hier bekommen wir gerade eine Leckerei mit der „Hauspost“ gesendet.
Natürlich nutzen wir unseren Aufenthalt für ausgiebige Streifzüge durch die Souqs und nehmen das ein oder andere Souvenir mit.

Damaskus Souq
Damaskus Souq
Damaskus Souq
Damaskus Souq

Morgen werden wir wieder aufbrechen und uns auf den Weg nach Palmyra machen. Damit begeben wir uns in die Wüstenregion und bringen die Teneres dahin, wo sie spielen können 🙂

29.05.09

Der Abschied von Damaskus, ganz besonders aber von der uns lieb gewordenen Familie Fallouh, fiel nicht gerade leicht. Wir hatten gestern noch einen klasse Abend in der Stadt verbracht. Alle aus dem Umland strömen in die Altstadt, um auf die Rolle zu gehen, und so pulsiert hier das Leben ungemein. Danach saßen wir noch bis spät in die Nacht im Innenhof des Hauses zusammen und haben geschwätzt. Mit Nadjas Hilfe war das sehr gut möglich. Dann verbrachten wir eine weitere ruhige Nacht hier, um am heutigen Morgen relativ zögerlich aufzubrechen. Irgendwie wurde uns aber schnell klar, dass wir diesen Abschied besser kurz halten, denn wir haben eine Familie in Damaskus gewonnen. Allen fällt der Abschied sichtlich schwer, als wir dann wirklich aufbrechen. Wenn wir je wieder nach Damaskus kommen, und das würde ich gerne, kommen wir garantiert wieder…
Als der mörderische Verkehr der Stadt uns ausgespuckt hat, werden wir direkt in die Wüste katapultiert, und erst das BAGDAD Café 66 kann uns wieder stoppen. Während der weiteren Fahrt schau ich mich ernsthaft um, ob meine Maschine bereits Qualmwolken oder einen Feuerschweif hinter sich her zieht… Mann, ist das heiß hier! Bagdad 250 km, lese ich dabei, später Bagdad 158 km…Bagdad 120…, dann biegen wir ab Richtung Palmyra, und nachdem wir ein schönes kleines Hotel gefunden haben (Zelten für 10 EUR weniger?), sitzen wir hier nun im Internetcafé.

Gleich geht die Sonne unter, und wir beeilen uns, um rechtzeitig auf der Burg zu sein und zu sehen, wie die Ruinen von Palmyra durch die Abendsonne angestrahlt werden…. Wärst Du nicht auch gerne dabei ?

02.06.09

Von Palmyra aus haben wir es nicht lange geschafft, der Asphaltstraße zu folgen. Schnell war klar, dass die Teneres auf angestammtes Terrain gehören. Diesem Lockruf folgten wir postwendend und legten fest, nun fast der Luftlinie zu folgen.
Diese Entscheidung brachte uns reichlich Arbeit ein, denn Latus musste Hautnah prüfen ob der See in der Wüste keine Fata Morgana ist. Die Quittung waren dann gute 1, 1/2 Stunden Buddelarbeit Ausgrabungsarbeiten an der LATUS XTZ in der Syrischen Wüste aber auch gute 100 km offroad durch die Wüste. Selten querten wir dabei Pisten.
Völlig ermattet, aber auch glücklich, erreichten wir so unser Tagesziel, den Assad-Stausee.
Unglaublich, wie gut der Anblick großer Wasserflächen nach einem Tag Wüste mit Temperaturen um die 50 Grad tut.

Leider ist der einzig aufzufindende Zeltplatz unverschämt teuer (teurer als das Hotel mit Suite in Palmyra), und die Leute strotzen nicht gerade vor Freundlichkeit.
So schlagen wir uns offroad am Ufer des Stausees entlang; schließlich soll es hier einen weiteren Platz geben.
Es wird langsam dunkel, aber ein Platz ist nicht ın Sicht. So halten wir schließlich am Ufer, um wild zu zelten (ich weiß, eigentlich wollte ich das in Syrien nicht).
Vorsichtshalber befragen wir eine Gruppe Syrer, die hier grillen, ob das wohl möglich und sicher ıst. Die laden uns direkt zum Essen ein, und es wird der Anfang eines langen Abends unter Freunden, der mit dem Festmahl noch lange nicht abschließt. Nach Mitternacht fahren wir hinter dem Pickup von Ferhan eine gute 3/4 Stunde durch die Pampa zu SEİNEM Dorf, um bei ihm die Nacht zu verbringen, nicht ohne noch den ein oder anderen Cay zu trinken.
Das war ein ganz besonderer Tag mit wieder einmal neuen syrischen Freunden.

02.06.09

Als wir morgens wach werden, wartet nicht nur eine saubere große Dusche auf uns. Ferhan zeigt uns sein Haus und beglückt uns mit typisch syrischem üppigem Frühstück. Wir werden regelrecht gemästet 🙂
Noch in der Nacht hatten wir begriffen, Ferhan ist der Bürgermeister der 1000 Seelen Gemeinde, und wir bekommen heute das ganze Dorf vorgestellt (an einen frühen Aufbruch ist nicht zu denken). Wir sehen beim Melken der Ziegen ebenso zu, wie wir deren Milch (gefiltert) mit Kaffee trinken. Danach fahren wir zum Pumpwerk, wo das Wasser des Assad-Staudamms auf die Felder mit Korn und Baumwolle gepumpt wird und besichtigen es. Danach geht es zur Schule, denn die Lehrer haben nun auch frei, und wir treffen Rose, Ola, Ferhans Bruder und dessen Frau wieder. Die Kinder sind alle völlig aus dem Häuschen und verabschieden uns später im Chor.
Wieder fällt es nicht leicht, fort zu kommen, aber die Zeit drängt, wollen wir doch noch heute über die Grenze ın die Türkei.
Nach dem wenig konspirativen Austausch von Geschenken (wir mussten ihm unbedingt die Headlampe von HAZET schenken) starten wir also gegen Mittag durch.

04.06.09

Mittlerweile sind wir in Termal (nahe Istanbul) angekommen. www.thermalparkhotel.com .

Wir sind gestern Abend von angelnden Polizisten zu je einer Dose Bier und gegrilltem Fis eingeladen (verführt) worden: Drink and drive? 3  Beer are not good. 2 Beer are very OK :-)), sind super Gebirgsstraßen gefahren und einmal mehr unter einem Unwetter hindurch getaucht, ohne wirklich nass zu werden.
In zwei Solotouren habe ich den Numrud Dagi besichtigt (meine Top Empfehlung), und Latus (seit dem Besuch von Ferhan heißt er ABU SAHRA) hat bereits einen Campingplatz in Göröme klar gemacht und schon einmal den Pool warm geschwommen.
Alles in allem weitere tolle Storys zu dieser Tour, über die ich bestimmt mehr berichten werde (Fotos), wenn das Netbook mal wieder richtig geladen ist 🙂

So long aus dem schönen Park Hotel in Termal

06.06.09 Istanbul und weiter nach Griechenland

Mit der Fähre sind wir von Yalova nach Istanbul übergesetzt.
Schnell haben haben wir das vom Tenere Forum empfohlene Hotel gefunden und machten uns auf, die Stadt zu erkunden. Das Hotel wollten wir dabei dann doch schnell wieder aus den Gedanken vertreiben. Dummerweise hatten wir uns dann doch nicht für das große schöne Zimmer entschieden, sondern für ein kleineres muffiges, dafür aber mit eigenem WC auf dem Zimmer zum gleichen Preis (90TL). Hätten wir uns bei der Besichtigung des Bades auch einmal das Licht anmachen lassen, hätten wir auf das eigene WC ge…  Na ja, zumindest hat das Hotel eine wirklich gute Lage, aus der man Istanbul zu Fuß gut besichtigen kann. Hagia Sofia und die blaue Moschee standen auf dem Programm. Wahnsinn, was hier in der Restauration gelaufen ist! Schade, was bereits die Zeit geraubt hat. Danach haben wir in einem Café ein Bier getrunken.

Bier in Istanbul
Bier in Istanbul

Und weiter ging es durch die Stadt. Lecker zu essen war ein Kinderspiel, wenn auch der Preis türkeispezifisch zu hoch war.

Zurück in den Okzident
Zurück in den Okzident

Natürlich haben wir es uns trotzdem nicht nehmen lassen, die Brücke zwischen Okzident und Orient zu überfahren. 30 TL haben wir uns den Spaß kosten lassen. Nachdem wir erst den Kampf gegen den Automaten verloren haben, wurden unsere frisch erworbenen Karten aber nicht mehr benötigt. Wohl wieder eine Kerbe in unserem türkischen Strafregister 🙂

Heute sind wir weiter gefahren nach Griechenland und haben lecker in einem kleinen Restaurant gegessen. Danach ging es weiter bis Kavala. Hier sitzen wir nun nach schwimmen in der schönen Bucht beim Wein am Meer.

Schwimmen in Kavala
Schwimmen in Kavala

Gut, dass es WLAN gibt 🙂 Das nutzen wir nachts noch am Strand. Gar nicht so einfach, weil man von der schönen Küste so abgelenkt wird. Wäre auf diesem Platz nicht bis morgens um 4 übelst laute Discomusik gelaufen und hätten wir ein Auge zu machen können, er wäre eine gute Empfehlung gewesen!
Vielleicht können wir ja vom guten Wetter etwas mit nach Hause bringen?

Kavala Camping
Kavala Camping

Morgen geht es wieder weiter. Lasst Euch mal überraschen wohin 🙂

08.06.09 Bulgarien & Makedonien

Von Kavala aus machten wir uns nicht ohne ein Frühstück mit unseren bayerischen Zeltnachbarn auf den Weg. Durch schöne Bergstraßen ging es über Serres nach Bulgarien. Kurz hinter Petich genehmigten wir uns in Bruthitze einen Kaffee in einem schönen Landgasthof. Dann auf zur Grenze nach Makedonien. Die Grenzabfertigung war mal wieder was ganz Neues. Nicht nur all unsere Koffer konnten wir auspacken, auch wir wurden einem ärztlichen Gesundheitscheck (Schweinegrippe, Warnstufe 6) unterzogen. Erst danach konnten wir einreisen. So genau hatte es bisher keine Grenze genommen bei allen bisher gemachten Touren.
Sagenhafte Passstraßen standen nun auf dem Programm und Hitze, die wir kaum für möglich gehalten hätten.

M5
M5

Leider konnten wir auch am See nur einen Campingplatz finden, der in der Skala der Grausamkeiten kaum zu bezeichnen war. Also weiter!
In den Abendstunden überfuhren wir die Landzunge zwischen beiden Seen und wurden mit grandiosen Ausblicken im Sonnenuntergang sowie wahnsinnig geilen Straßen belohnt.makeimg_2089 Nachdem aber auch am Ohridsko erzo alle Campingplätze, welche wir finden konnten, schon ihre Tore geschlossen hatten, blieben wir in einem kleinen sauberen Hotel in Ohrid (mit Wlan).
Gleich brechen wir wieder auf. Über Albanien wollen wir zurück zur griechischen Küste, um einen letzten Relaxtag einzulegen, bevor es am 10. wieder auf die Fähre nach Italia geht.

Die Tour durch Albanien überrascht uns übrigens ziemlich. Bis auf eine „Sonderprüfung“ in einer Stadt mit übler Strasse ist alles sehr angenehm. Zeltplätze und Hotels neben der Strasse locken allesammt und wir ärgern uns nicht bis hier hin gefahren zu sein…

Albanische Bergstrassen
Albanische Bergstrassen

Die komplette Fahrt durch Albanien geniessen wir und wenn es die Strassenverbindungen und unsere Zeit zugelassen hätten wären wir bis Igumenitza durch Albanien gefahren.

Der Grenzübertritt verläuft allerdings problemlos und die Pistenverbindung in Griechenland ist „ganz großes Tennis“ und macht uns ebenso viel Freude (dazu aber später mehr…)

09.06.09 Parga

Heute haben wir einen schönen Tag am Strand von Praga verbracht. Ich würde mich nicht wundern, wenn unsere Versuche, einen Sonnenbrand zu bekommen, von Erfolg gekrönt würden…
Im Moment sitzen wir bei einem Mojito in der Strandbar (www.tango-parga.com) und lassen den Abend bei Musik und klasse Ausblick auf den Strand ausklingen.

Greece
Greece

Morgen geht unsere Fähre nach Ancona, und wir kommen dem kalten Deutschland schon wieder ein großes Stück näher.

11.06.09 Abfahrt

Nachdem wir unser Zelt auf dem Camp in Parga abgebaut haben, heißt es nun auch Abschied nehmen von unseren Nachbarn, mit denen wir gestern noch lange zusammen gesessen haben. Wir wünschen euch noch einen schönen Urlaub. Fertig gepackt stehen die Motorräder nun am Strand, und wir genießen den letzten griechischen Strandtag. Wir frischen den Sonnenbrand auf, schwimmen kilometerweit im herrlichen Meer und schließen das Ganze mit einem Kaffee und Coke in der Tango-Strandbar ab. Nach einer letzten Dusche auf dem Campingplatz fahren wir zum Hafen nach Igoumenitsa. Der Check-in klappt problemlos und nach Einkäufen und einer monstergroßen (und guten) Pizza, welche wir in Windeseile vertilgen, sind wir auch schon auf unserer Fähre und wieder unter einer kalten Dusche, da schon wieder total geschwitzt.

ciau Greece
ciao Greece

Kaum geduscht, hat die Fähre auch schon abgelegt und befindet sich auf hoher See.
Den Sonnenuntergang vor Griechenland bekommen wir aber noch mit.

Sun
Sun

Jetzt schreibe ich noch schnell meinen Bericht, und dann heißt es ab in die Kabine. Wach werde ich dann wohl erst kurz vor Italien. Noch vor Mittag sollen wir wieder anlegen…

21.06.09 und dann gehts ganz schnell…

Mit reichlich Verspätung legt die komfortable Fähre in Ancona an und wieder einmal lacht die Sonne. Irgendwie ist mit dem ersten Schritt auf italienisches Festland auch das Abenteuer vorbei.
Obwohl..
Richtig schwer fällt es nicht, Heikos Liebe zu diesem Land zumindest erahnen zu können, aber als wir in die Berge kommen, katapultiert es uns regelrecht ein Stück hinein. Da kann auch das unsichere Wetter nicht wirklich bremsen.

Camping im Friaul
Camping im Friaul

Trotzdem – die versammelte BMW Gemeinde (welche ihre vollständig durchnässten Klamotten in den Ästen der Bäume trocknet) kann gar nicht fassen, warum die beiden Jungs mit den Yamaha Oldtimern so gute Laune haben. Wir, diese beiden verrückten Traveller, feiern erst einmal mit zwei warmen Dosen griechischem Bier das letzte Richtfest dieser Tour in dieser herrlichen Umgebung

Richtfest
Richtfest

Am nächsten Morgen lockt wahrhaftig die Sonne und auch uns Peziman hat sich gemeldet. Die letzten Kilometer wird er uns als Zweiradreiseführer No.1 durch die Berge begleiten. Da er aber noch arbeiten muss, trödeln wir durch dieses tolle Panorama, essen lecker am See und lesen unsere ersten Nachrichten in der „Kronen Zeitung“: Wahlschlappe bei der Europawahl, Wahlchaos im Iran, Wahlen im Libanon, Hochzeit vom Bobele (na, das ist wirklich wichtig 🙂 )

News am See
News am See

Knapp eine halbe Stunde später – wir düsen gerade durch eine Landschaft, die uns mit Leichtigkeit nachfühlen lässt, warum die ST´s so mit den Stollen scharren – können wir das leichte Erdbeben schnell zuordnen, was auf uns zu kommt, an uns vorbei schießt und bald neben uns hält.

Nicht nur der Spruch auf Pezi´s Seitendeckel eint uns…

Extra für Nosex Maddin
Extra für Nosex Maddin

…und wir feiern unser Wiedersehen mit einer wunderschönen Tour bis zu seinem Heim. Hier bin ich nicht zum letzten Mal gewesen, das steht für mich sofort fest. Pezi war immer schon kein Langweiler auf zwei Rädern. Aber die LC8 verschmilzt geradeso mit ihm. Nicht nur er hat ungeheuren Spaß – schon das Zusehen lässt die Gashand unkontrolliert zucken…

Danke Pezi
Danke Pezi

Bei der Pezifamily angekommen, ziehen wir uns zum ersten Mal nach Wochen wieder so etwas wie menschliche Kleidung an, packen Moppets und Klamotten, und dann setzten wir uns noch einen Moment zusammen, erzählen, reden Benzin…

Dann machen wir uns auf die vorletzte Etappe nach Nürnberg, nicht ohne uns noch einmal bei Peter für alles zu bedanken. Gerne kommen wir noch einmal mit mehr Zeit zu diesem United Ténéristi zurück (ja ja, auch KTM Fahrer, Papperlapapp…)

Erst um 22 Uhr „landen“ wir bei Jörg in Aich. Hier fließt das Bier mal wieder in Strömen und wir quasseln, was das Zeug hält. Komischerweise schläft es sich auch auf einem echten Möbel wirklich gut, und der Morgen beginnt völlig unverkatert.

Nach einem leckerem Frühstück geht´s dann wieder einmal auf die Bahn, nicht ohne noch einmal den Beschluss zu fassen, mehr Zeit für unsere Freunde zu haben. Dass wir das bei Steffi und Jörg nachholen, steht eh fest…

Gegen 15 Uhr treffen wir nach fast staufreier Fahrt zu Hause in Wuppertal ein. Wir laden zusammen ab und Abu Sarah macht sich auf die allerletzte Etappe nach Neuss…

Last Stage
Last Stage
21.06.09 Fakts
Zwischen dem 15.5. und dem 14.6. haben wir 8.723,6 km zurück gelegt. Dabei sind ca. 630 Liter Benzin verschiedenster Qualität durch meine Vergaser geronnen. Die ST hat sich dabei 4-5 Liter Öl einverleibt (ich weiß viel zu viel und Abu Sarahs blieb dabei abstinent). Wenn man bedenkt, dass wir zwei Tage auf Fähren, zwei Tage in Aleppo und Damaskus zugebracht haben, bleiben 348 km pro Tag, aber das ist nur die halbe Wahrheit….
Es war eine verdammt tolle Tour…

4 Gedanken zu „2009 Syrien Adventure

  1. Danke, wenn der Bericht vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse in diesem grandiosen Land vielleicht auch nicht alle Facetten beleuchtet hat. Ich denke oft an die in Syrien gefundenen Freunde und deren jetzt wohl schwere Zeit.

  2. Schöner Bericht, ich hoffe auch, dass man das bald wiederholen kann, denn auch ich war 2 Wochen in Syrien unterwegsn (2008) und hab nur positive Erfahrungen mit extrem freundlichen Menschen gemacht.

  3. Das hoffe ich auch. Allerdings haben die Menschen dort sehr gelitten und tun es noch. Es bleibt zu hoffen, dass Sie „die alten “ geblieben sind. Was mich allerdings wundern würde. Genügend enttäuschte Hoffnungen haben sie sicher…

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