2009 Syrien Adventure

Dieses Jahr soll einmal mehr ein ganz besonderes Abenteuer unsere Erfahrungen bereichern.

Die Dunehoppers habe uns auf die Idee gebracht auch einmal Syrien zu besuchen. Ihre Multimediashow war einfach ein Leckerbissen und so starten wir nach zahlreichem Erfahrungsaustausch mit unseren Freunden zu einem einem neuen Abenteuer.

  • Der Start der Tour

Nicht nur die Motorräder sind wieder einmal Top vorbereitet. Auch Latus und ich können es kaum erwarten, das der Startschuss zur Tour 2009 fällt.  Neue Desert-Reifen, Kontrolle der Elektrik, Ölwechsel, Überprüfung der Räder beim Speichenzentrum Niederrhein und und und.. sowie dem Check der Fahrer beim Doc sind erledigt. Nun steht noch das Packen der Ausrüstung auf dem Programm.

Da die erste Etappe der Reise dieses Mal mit Auto und Anhänger erfolgen soll wurde auch der Wagen einem Check unterzogen und befindet sich zur Sicherheit im Moment beim freundlichen KFZ Meister. Nachdem Austausch letzter Teile sollte auch der Punkt als abgehakt gelten.

Alles ist nun endlich verpackt und das Auto sieht aus, als wollte eine 15-köpfige Familie auswandern. Unglaublich was für einen Pröddel man dabei hat.
Bei allen Bergen hoffe ich jedoch, dass alles da ist, was da sein soll. Na ja ich werde es merken.
Durch den Start ohne vorher alles auf der Dicken angepasst zu haben, ist das Gepäck völlig unstrukturiert und ich fühle mich sehr unsicher. Mal schauen, was wir alles im Auto lassen, wenn´s dann wirklich los geht und wir uns auf die Maschinen schwingen…

Noch klingen mit die Abschiedsworte eines Freundes im Ohr: Sitze hier gerade im Büro, schaue in den Regen hinaus, verfolge den Thread „Outdoor…“ und würde gern mit Euch tauschen. Wünsche Euch neben knitterfreiem Flug und einer Handbreit Schotter alles erdenklich Gute auf der Fahrt zur Quelle des ABC.
Werde die Berichte gespannt verfolgen.
Schütt

Nach der Fahrt mit meinem Passat und Anhänger bis zur Pezifamilie sind wir nicht nur gut angekommen, sondern auch super empfangen worden.

Bei der Pezifamili
Bei der Pezifamili

Vielen Dank von hier aus noch einmal an Karin für das herzliche Willkommen, den Platz auf der Couch und das tolle Frühstück. Wir haben uns wirklich wohl gefühlt bei Euch.

Die weitere Fahrt führte uns durch wunderschöne Landschaft bei bestem Wetter über Slowenien (kleiner Abstecher) an die italienische Adriaküste (Caorol) auf einen schönen Campingplatz.

  • Von da aus geht es am folgenden Tag nach Ancona zur Fähre

 

Hafenlager
Hafenlager

Nach ewigem Warten im Hafen von Ancona bei Bruthitze sind wir nun auf der Fähre gelandet und versuchen im Internetcafé, Worte durch die lahme Verbindung zu quetschen. Das Wetter ist seit Tagen stabil –  klasse – und die Jacken sind ebenso lange verstaut im Gepäck.  Das neue Wuppenduro Fahrerhemd kommt also gut zur Geltung 🙂
In aller Frühe werden wir morgen in Griechenland an Land gehen und erste Spuren auf dieses für uns neue Land werfen. Wir sind gespannt…
Mit einem dann evtl.  auch geladenem Netbook gibt es  vielleicht auch mal Bilder 🙂

Griechenland haben wir mit kurzen Zwischenstopps zum Essen (Thessaloniki) und zum Trinken ın einer Strandbar (lecker Eistee) schnell hinter uns gelassen. Wir freuen uns aber darauf, auf dem Rückweg mehr davon zu sehen. Das Wetter ist traumhaft. Und wir würden gerne noch viel mehr sehen. Leider haben wir erst als die Fähre weg ist gemerkt, dass wir das GPS von Latus weiter schippert. Ein paar Anrufe bei der Fährgesellschaft beseitigen aber alle Probleme. Das Teil ist in der Garage gefunden worden und ist auf dem Weg nach Patras. Da liegt dann wahrscheinlich auch irgendwo das Glas von Latus Sonnenbrille. Wohl auf der Fahrt von Deck der Fähre hinunter hat sich eines der beiden verabschiedet.

Einauge
Einauge

Schnell vereinbaren wir das Gerät auf dem Rückweg im Fährbüro abzuholen… Über Thessaloniki erreichen wir bald die türkische Grenze und fahren immer weiter gen Süden. Dabei hilft noch der Personalausweis als Ausweis beim überschreiten der Grenze. Der wird mir dann mit einem kleinen Zettel mit einer Registrierungsnummer (nicht verlieren) zurück gegeben.

22.05.09

Die Empfehlung des Lonely Planet war wirklich gut.  Das Hotel Ulusan in Konya ist eine gute Wahl nach dem wilden Camp gestern kurz hinter der Türkisch / Griechischen Grenze. Eigentlich wollten wir dort nicht wild zelten. Die einbrechende Nach belehrte uns aber eines Besseren – denn fahren bei Nacht ist auch in der Türkei ein besonderes Abenteuer…
Nicht nur der freie Internetzugang (Wlan), sondern auch Sauberkeit und Ruhe sprechen im Hotel in Konya für sich. Einzig eine Garage für die ST´s würde das Vergnügen noch abrunden.

hotel-ulasan

Nach einem leckeren Frühstück brechen wir gleich auf zur letzten Türkei-Etappe vor dem morgigen Grenzübertritt nach Syrien

LECKER

24.05.09 Syrien

Nach einem letzten Stop in der Türkei bei Yumatalik und dem (von der Polizei genehmigten) wilden Zelten an der Strandpromenade im Stadtpark (keine 30m vom Meer) fahren wir über die schnelle Autobahnroute zur syrischen Grenze. Die Grenzformalitäten sind wirklich alles andere als einfach. Gut zwei Stunden benötigen wir hier und sind pro Person 80 € für Triptik und Customs los geworden zzgl. einiger Tipps für die Beamten.
Schlussendlich werden wir aber überall freundlich und fair behandelt. Nicht nur das, auch für einen Spaß sind die Grenzbeamten zu haben. Als wir beim Zwangsumtausch unglaublich auf die riesigen Geldbündel schauen die hinter der Panzerglasscheine gezählt werden, werfen die Beamten uns kurz mal eben eins der Bündel über die Scheibe zu. Unsere Gesichter dabei müssen der Brüller sein, denn alles lacht sich schlapp über uns. Kurzfristig zu Millionären geworden geben wir das Geld aber artig zurück bevor wir mit besten Wünschen in unser Abenteuer aufbrechen.
Unser erster Stopp in Syrien ist das Saladinen Kloster, eine unglaublich weitläufige Anlage, die zu ihrer Zeit einmal überaus prächtig gewesen sein muss. Im Restaurant oberhalb der Anlage werden wir zudem mit einem leckeren Essen für die Mühen des Tages belohnt.
Dann geht es weiter nach Aleppo. Hier kämpfen wir uns durch irrwitzigen Verkehr zum Hotel Dar Halabi (www.dar-halabi.com). Eine bessere Wahl hätten wir vermutlich gar nicht treffen können. Mit den Dicken geht es nur um Haaresbreite durch die engen Gassen des Souqs. Die Empfehlung der Dunehoppers ist aber jede Mühe wert und so erleben auch wir das Hotel als einen grandiosen Ort.
Am nächsten Tag streiften wir den ganzen Tag über durch Aleppo mit dem Nationalmuseum, einer Moschee und der Zitadelle im im Ortskern

Citadelle in Alepo Syrien
Zitadelle in Aleppo/Syrien

Dabei rundet ein überaus gutes Essen für 750 SP den schönen Tag ab. Auch dieses zufällig gefundene Restaurant direkt an der großen Muschee ist ein echter Tipp.

Restaurant in Alepo
Restaurant in Aleppo

Satt und mit dem Kopf voller neuer Bilder heißt es schnell einschlafen, denn morgen checken wir aus, und alleine das Zimmer leer zu räumen ist schon eine Aufgabe so heimisch wir uns hier eingerichtet haben.

Eine besondere Aufgabe ist es aber noch vom Hotel zurück zur Zitadelle zu kommen. Zu Fuß ist das nen Klacks, aber so richtig interessant wird es mit zwei voll bepacken Maschinen, wenn sich der Staßenmarkt so langsam mit Leben füllt. Aber seht Euch dazu einfach einmal das Video an  Durch die Stassen von Aleppo

27.05.09 Damaskus

Soeben sind wir in Damaskus eingetroffen. Zur Hotelsuche sind wird ins erstbeste Internetcafé gekommen. Camping ist anscheinend nicht möglich. Das wäre in der Großstadt aber wohl auch zu viel verlangt. Die Weisssagung aus Deutschland hier nur ins Netz zu kommen wenn man Reisepass und Visum in einem offiziellen Internetkaffee vorlegt entpuppt sich übrigens als Mythe. Bald jedes Gasthaus hat hier Free WiFi.
Wir suchen weiter, wollen zwei Tage bleiben und finden bald den Verweis auf Wohnungen zum Miete bei einem pensionierten Zahnarzt. Hier sind auch zahlreiche Studenten unter gebracht. uns treffen wir es besser als erwartet. Die Motorräder müssen zwar draußen vor der Tür bleiben weil sie für die Eingangstür zu breit sind, aber auch dabei haben wir kein schlechtes Gefühl.

28.05.09 Damaskus

Bei Familie Fallouh haben wir eine gute Nacht verbracht und wohnen in einem netten Zimmer mit eigenem Bad, Küche und Kühlschrank. Hier ist Familienanschluss garantiert und wir fühlen uns sau-wohl. Unsere Top Empfehlung für Damaskus !!!

Wohnen bei Familie Fallouh
Wohnen bei Familie Fallouh

Hier bekommen wir gerade eine Leckerei mit der „Hauspost“ gesendet.
Natürlich nutzen wir unseren Aufenthalt für ausgiebige Streifzüge durch die Souqs und nehmen das ein oder andere Souvenir mit.

Damaskus Souq
Damaskus Souq
Damaskus Souq
Damaskus Souq

Morgen werden wir wieder aufbrechen und uns auf den Weg nach Palmyra machen. Damit begeben wir uns in die Wüstenregion und bringen die Teneres dahin, wo sie Ihre Qualitäten ausspielen können.

29.05.09

Der Abschied von Damaskus, ganz besonders aber von der uns lieb gewordenen Familie Fallouh, fällt nicht gerade leicht. Wir hatten gestern noch einen klasse Abend in der Stadt verbracht. Alles aus dem Umland strömte in die Altstadt, um auf die Rolle zu gehen, und so pulsierte hier das Leben ungemein. Danach saßen wir noch bis spät in die Nacht im Innenhof des Hauses zusammen und haben geschwätzt. Mit Nadjas Hilfe war das sehr gut möglich. Sie studiert Arabisch an der Uni und kann uns so optimal übersetzen.  Irgendwie wird uns schnell klar, dass wir diesen Abschied besser kurz halten, denn wir haben eine Familie in Damaskus gewonnen. Allen fällt der Abschied sichtlich schwer, als wir dann wirklich aufbrechen. Wenn wir je wieder nach Damaskus kommen, und das würde ich gerne, kommen wir garantiert wieder…
Als der mörderische Verkehr (Video) der Stadt uns ausgespuckt hat, werden wir direkt in die Wüste katapultiert, und erst das BAGDAD Café 66 kann uns wieder stoppen. Hier werden wir auf einen Tee eingeladen denn Fahrrad- und Motorradfahrer müssen hier nicht zahlen.
Während der weiteren Fahrt schau ich mich ernsthaft um, ob meine Maschine bereits Qualmwolken oder einen Feuerschweif hinter sich her zieht… Mann, ist das heiß hier! Bagdad 250 km, lese ich dabei, später Bagdad 158 km…Bagdad 120…, dann biegen wir ab Richtung Palmyra.

Nach dem Irakkrieg ist hier eine echte Wirtschaftskriese ausgebrochen. Nur noch wenige Touristen trauen sich in die einstmals best besuchte Stadt Syriens weil die Grenze zum streitbaren Nachbarn so nah ist. Viel Militär sehen wir so auch an der Einfallstraße und deren Waffen sind alle gen Süden aus gerichtet. Da sind einige Panzer in Schützengräben in der Wüste ein gegraben. So verzichte ich auch gerne darauf den Wunsch von Latus um zu setzen und mal eben zur Grenze zu fahren. Ob ein Irakischer Stempel im Pass sich wirklich gut macht bei der Einreise nach Europa?

Wir haben Glück und finden unter den zahlreichen Werbern für div. Hotels ein Top gelegenes Hotel direkt an der Ruinen der Römer. Dabei ist es schon erstaunlich wie viele versuchen uns für Ihr Hotel zu begeistern und dabei auch nicht davon zurück schrecken andere Hotels madig zu machen oder uns aus dem fahren Wagen heraus zu Ihrem Hotel zu locken.

Palmyra – 2009 ahnen wir noch nicht wie einzigartig unser Besuch sein wird

Eigentlich wollen wir ja wieder einmal zelten. Doch der Preisunterschied zum Zimmer ist so gering, dass wir das große Zimmer mit Ausblick gegen den Platz auf dem staubigen Dach in der prallen Sonne gerne tauschen und ein ziehen.

Gleich geht die Sonne unter, und wir beeilen uns, um rechtzeitig auf der Burg zu sein und zu sehen, wie die Ruinen von Palmyra durch die Abendsonne angestrahlt werden…. Dabei sehen wir auch eine exotische Maschine…

KTM?

02.06.09

Von Palmyra aus haben wir es nicht lange geschafft, der Asphaltstraße zu folgen. Schnell war klar, dass die Teneres auf angestammtes Terrain gehören. Diesem Lockruf folgten wir postwendend und legten fest, nun fast der Luftlinie zu folgen.
Diese Entscheidung bringt uns reichlich Arbeit ein, denn Latus musste Hautnah prüfen ob der See in der Wüste keine Fata Morgana ist. Die Quittung sind dann gute 1, 1/2 Stunden Buddelarbeit
Ausgrabungsarbeiten an der LATUS XTZ in der Syrischen Wüste (Video)
aber auch gute 100 km offroad durch die Wüste. Selten querten wir dabei Pisten.
Völlig ermattet, aber auch glücklich, erreichten wir Abnds unser Tagesziel, den Assad-Stausee.
Unglaublich, wie gut der Anblick großer Wasserflächen nach einem Tag Wüste mit Temperaturen um die 50 Grad tut.

Leider ist der einzig aufzufindende Zeltplatz unverschämt teuer (teurer als das Hotel in Palmyra), und die Leute strotzen nicht gerade vor Freundlichkeit.
So schlagen wir uns offroad am Ufer des Stausees entlang; schließlich soll es hier einen weiteren Platz geben.
Es wird langsam dunkel, aber ein Platz ist nicht ın Sicht. So halten wir schließlich am Ufer, um wild zu zelten (ich weiß, eigentlich wollte ich das in Syrien nicht).
Vorsichtshalber befragen wir eine Gruppe Syrer, die hier grillen, ob das wohl möglich und sicher ıst. Die laden uns direkt zum Essen ein, und es wird der Anfang eines langen Abends unter Freunden, der mit dem Festmahl noch lange nicht abschließt. Nach Mitternacht fahren wir hinter dem Pickup von Ferhan eine gute 3/4 Stunde durch die Pampa zu seinem Dorf, um bei ihm die Nacht zu verbringen, nicht ohne noch den ein oder anderen Cay zu trinken.
Das war ein ganz besonderer Tag mit wieder einmal neuen syrischen Freunden.

02.06.09

Als wir morgens wach werden, wartet nicht nur eine saubere große Dusche auf uns. Ferhan zeigt uns sein Haus und beglückt uns mit typisch syrischem, üppigem Frühstück. Wir werden regelrecht gemästet 🙂
Noch in der Nacht hatten wir begriffen, Ferhan ist der Bürgermeister der 1000 Seelen Gemeinde, und wir bekommen heute das ganze Dorf vorgestellt (an einen frühen Aufbruch ist nicht zu denken). Wir sehen beim Melken der Ziegen ebenso zu, wie wir deren Milch (gefiltert) mit Kaffee trinken. Danach fahren wir zum Pumpwerk, wo das Wasser des Assad-Staudamms auf die Felder mit Korn und Baumwolle gepumpt wird und besichtigen es. Dann geht es zur Schule, denn die Lehrer haben nun auch frei, und wir treffen Rose, Ola, Ferhans Bruder und dessen Frau wieder. Die Kinder sind alle völlig aus dem Häuschen und verabschieden uns später im Chor.
Wieder fällt es nicht leicht, fort zu kommen, aber die Zeit drängt, müssen wir doch noch heute über die Grenze ın die Türkei denn unser Visum läuft heute ab.
Nach dem wenig konspirativen Austausch von Geschenken (wir mussten ihm unbedingt die Kopflampe von HAZET schenken) starten wir also gegen Mittag durch. Vielen Dank für Deine Gastfreundschaft.

 

03.06.09
Kurzfristig beschließen Latus und ich für kurze Zeit getrennte Wege zu gehen. Während ich weiter in der Osten fahre um auf dem Nemrud Dagi zu zelten und die grandiosen Skulpturen besichtige startet Latus nach Göröme durch wo wir uns nach einer Nacht wieder treffen werden.

Nemrud Dagi

Ich genieße derweil die grandiose Aussicht über den Euphrat und auf die Sklupturen um Sonnenuntergang.

Blick über den Euphrat

04.06.09

Mittlerweile sind wir in Termal (nahe Istanbul) angekommen. www.thermalparkhotel.com .

Wir sind gestern Abend von angelnden Polizisten zu je einer Dose Bier und gegrilltem Fisch eingeladen (verführt) worden. O-Ton der Polizisten: „Drink and drive? – Three  Beer are not good. 2 Beer are very OK “ . Über super Gebirgsstraßen ging es und einmal mehr tauschten wir unter einem Unwetter hindurch, ohne wirklich nass zu werden.

06.06.09 Istanbul und weiter nach Griechenland

Mit der Fähre sind wir von Yalova nach Istanbul übergesetzt.
Schnell haben haben wir das vom Tenere Forum empfohlene Hotel gefunden und machten uns auf, die Stadt zu erkunden. Das Hotel wollten wir dabei dann doch schnell wieder aus den Gedanken vertreiben. Dummerweise hatten wir uns dann doch nicht für das große schöne Zimmer entschieden, sondern für ein kleineres muffiges, dafür aber mit eigenem WC auf dem Zimmer zum gleichen Preis (90TL). Hätten wir uns bei der Besichtigung des Bades auch einmal das Licht anmachen lassen, hätten wir auf das eigene WC ge…  Na ja, zumindest hat das Hotel eine wirklich gute Lage, aus der man Istanbul zu Fuß gut besichtigen kann. Hagia Sofia und die blaue Moschee stehen auf dem Programm. Wahnsinn, was hier in der Restauration gelaufen ist! Schade, was bereits die Zeit geraubt hat. Danach gibt es ein Bier in einem Starssenkaffee.

Bier in Istanbul
Bier in Istanbul

Und weiter geht es durch die Stadt. Lecker zu essen ist ein Kinderspiel, wenn auch der Preis türkeispezifisch zu hoch ist. Aber gut wir sind in einer der bekanntesten Städte der Türkei…

Zurück in den Okzident
Zurück in den Okzident

Natürlich lassen wir es uns nicht nehmen, die Brücke zwischen Okzident und Orient zu überfahren. 30 TL haben wir uns den Spaß kosten lassen. Nachdem wir erst den Kampf gegen den Automaten verlieren, werden unsere frisch erworbenen Tickets aber nicht mehr benötigt. Wohl wieder eine Kerbe in unserem türkischen Strafregister…

Auf dem Weg nach Griechenland Essen wir lecker in einem kleinen Restaurant. Danach geht es weiter bis Kavala. Hier sitzen wir nun nach schwimmen in der schönen Bucht beim Wein am Meer.

Schwimmen in Kavala
Schwimmen in Kavala

Gut, dass es WLAN gibt 🙂 Das nutzen wir nachts noch am Strand. Gar nicht so einfach, weil man von der schönen Küste so abgelenkt wird. Würde auf dem Berg über dem Platz nicht bis morgens um 4 übelst laute Discomusik laufen und könnten wir ein Auge zu machen, er wäre eine gute Empfehlung gewesen!
Vielleicht können wir ja vom guten Wetter etwas mit nach Hause bringen?

Kavala Camping
Kavala Camping

08.06.09 Bulgarien & Makedonien

Von Kavala aus machten wir uns nicht ohne ein Frühstück mit unseren bayerischen Zeltnachbarn auf den Weg. Durch schöne Bergstraßen geht es über Serres nach Bulgarien. Kurz hinter Petich genehmigten wir uns in Bruthitze einen Kaffee in einem schönen Landgasthof. Dann auf zur Grenze nach Makedonien. Die Grenzabfertigung ist mal wieder was ganz Neues. Nicht nur all unsere Koffer können wir auspacken, auch wir werden einem ärztlichen Gesundheitscheck (Schweinegrippe, Warnstufe 6) unterzogen. Erst danach können wir einreisen. So genau hat es bisher kein Grenzer genommen bei allen bisher gemachten Touren.
Sagenhafte Passstraßen stehen nun auf dem Programm und Hitze, die wir kaum für möglich gehalten haben.

M5
M5

Leider können wir auch am Ohrid See nur einen Campingplatz finden, der in der Skala der Grausamkeiten kaum zu bezeichnen ist. Also bloß weiter. Auf dieser Seite der Grenze liegt wohl kaum unser Glück.
In den Abendstunden überfahren wir die Landzunge zwischen beiden teilen des Sees und werden mit grandiosen Ausblicken im Sonnenuntergang sowie wahnsinnig geilen Straßen belohnt.makeimg_2089

Nachdem aber auch am Ohridsko erzo alle Campingplätze, welche wir finden können, schon ihre Tore geschlossen haben, bleiben wir in einem kleinen sauberen Hotel in Ohrid (mit Wlan).

09.06.09
Gleich brechen wir wieder auf. Über Albanien wollen wir zurück zur griechischen Küste, um einen letzten Relaxtag einzulegen, bevor es am 10. wieder auf die Fähre nach Italia geht. Die Tour durch Albanien überrascht uns übrigens ziemlich. Bis auf eine „Sonderprüfung“ in einer Stadt mit übler Straße ist alles sehr angenehm. Zeltplätze und Hotels neben der Straße locken allesamt mit guter Ausstattung und Sauberkeit und wir ärgern uns nicht gleich nach Albanien gefahren zu sein. Das Hotel hätten wir unserer Reisekasse ersparen können.

Albanische Bergstrassen
Albanische Bergstraßen

Die komplette Fahrt durch Albanien genießen wir und wenn es die Straßenverbindungen und unsere Zeit zulassen würden, würden wir bis Igumenitza durch Albanien gefahren.

Der Grenzübertritt nach Griechenland verläuft übrigens problemlos und die Pistenverbindung in Griechenland ist „ganz großes Tennis“ und macht uns ebenso viel Freude. Über eine lange Strecke führt die Piste durch die Wälder und ist einmal mehr genau dass was wir uns von einem Off Road Urlaub erträumen. Die Kyrillischen Straßenschilder in Griechenland sind da schon eine besondere Herausforderung. Wir fahren quasi nach Kompass und nach einem leckeren Mittagstisch in einem Dorf in den Bergen finden wir bald auf die Hauptstrecke zurück.

09.06.09 Parga

Heute haben wir einen schönen Tag am Strand von Praga verbracht. Ich würde mich nicht wundern, wenn unsere Versuche, einen Sonnenbrand zu bekommen, von Erfolg gekrönt würden…
Im Moment sitzen wir bei einem Mojito in der Strandbar (www.tango-parga.com) und lassen den Abend bei Musik und klasse Ausblick auf den Strand ausklingen.

Greece
Greece

Morgen geht unsere Fähre nach Ancona, und wir kommen dem kalten Deutschland schon wieder ein großes Stück näher.

11.06.09 Abfahrt

Nachdem wir unser Zelt auf dem Camp in Parga abgebaut haben, heißt es nun auch Abschied nehmen von unseren Nachbarn, mit denen wir gestern noch lange zusammen gesessen haben. Wir wünschen euch noch einen schönen Urlaub. Fertig gepackt stehen die Motorräder nun am Strand, und wir genießen den letzten Strandtag. Wir frischen den Sonnenbrand auf, schwimmen kilometerweit im herrlichen Meer und schließen das Ganze mit einem Kaffee und Coke in der Tango-Strandbar ab. Nach einer letzten Dusche auf dem Campingplatz fahren wir zum Hafen nach Igoumenitsa. Der Check-in klappt problemlos und nach Einkäufen und einer monstergroßen (und guten) Pizza, welche wir in Windeseile vertilgen, sind wir auch schon auf unserer Fähre und wieder unter einer kalten Dusche, da schon wieder total geschwitzt. Übrigens werden hier auch wieder Latus und sein GPS zusammen geführt.Und das sehr problemlos. Das Gerät hat die ganze Zeit über im Fährbüro auf Latus gewartet. Kostenfrei und mit einem Gruß vom Kapitän erhält er das Gerät zurück.

ciau Greece
ciao Greece

Kaum geduscht, hat die Fähre auch schon abgelegt und befindet sich auf hoher See.
Den Sonnenuntergang vor Griechenland bekommen wir aber noch mit.

Sun

Jetzt schreibe ich noch schnell meinen Bericht, und dann heißt es ab in die Kabine. Wach werde ich dann wohl erst kurz vor Italien. Noch vor Mittag sollen wir wieder anlegen…

21.06.09 und dann gehts ganz schnell…

Mit reichlich Verspätung legt die komfortable Fähre in Ancona an und wieder einmal lacht die Sonne. Irgendwie ist mit dem ersten Schritt auf italienisches Festland auch das Abenteuer vorbei.
Obwohl..
Richtig schwer fällt es nicht, Heikos Liebe zu diesem Land zumindest erahnen zu können. Als wir in die Berge kommen, katapultiert es uns regelrecht ein Stück in die Kurvenorgien hinein. Da kann auch das unsichere Wetter nicht wirklich bremsen.

Camping im Friaul
Camping im Friaul

Die versammelte BMW Gemeinde (welche ihre vollständig durchnässten Klamotten in den Ästen der Bäume trocknet) kann gar nicht fassen, warum die beiden Jungs mit den Yamaha Oldtimern so gute Laune haben. Wir, diese beiden verrückten Traveller, feiern erst einmal mit zwei warmen Dosen griechischem Bier das letzte Richtfest dieser Tour in dieser herrlichen Umgebung. Derweil steht einer der Blau-Weißen Piloten grinsend neben uns und fragt „Na traut Ihr Euch mit Euren ollen Mühlen noch bis ins Friaul?“  Unsere Entgegnung, dass wir gerade aus Syrien zurück kommen, einer Reise die er vermutlich ohne mehrere Softwareupdates nicht geschafft hätte verdirbt Ihm den Spaß dann aber schnell und wir stoßen noch einmal darauf an.

Richtfest
Richtfest

Am nächsten Morgen lockt wahrhaftig die Sonne und auch uns Peziman hat sich gemeldet. Die letzten Kilometer wird er uns als Zweiradreiseführer No.1 durch die Berge begleiten. Da er aber noch arbeiten muss, trödeln wir durch dieses tolle Panorama, essen lecker am See und lesen unsere ersten Nachrichten in der „Kronen Zeitung“: Wahlschlappe bei der Europawahl, Wahlchaos im Iran, Wahlen im Libanon, Hochzeit vom Bobele (na, das ist wirklich wichtig 🙂 )

News am See
News am See

Knapp eine halbe Stunde später – wir düsen gerade durch eine Landschaft, die uns mit Leichtigkeit nachfühlen lässt, warum die ST´s so mit den Stollen scharren – können wir das leichte Erdbeben schnell zuordnen, was auf uns zu kommt, an uns vorbei schießt und bald neben uns hält.

Nicht nur der Spruch auf Pezi´s Seitendeckel eint uns…

Extra für Nosex Maddin

…und wir feiern unser Wiedersehen mit einer wunderschönen Tour bis zu seinem Heim. Hier bin ich nicht zum letzten Mal gewesen, das steht für mich sofort fest. Pezi war immer schon kein Langweiler… Seine LC8 verschmilzt geradeso mit ihm. Nicht nur er hat ungeheuren Spaß – schon das Zusehen lässt die Gashand unkontrolliert zucken…

Danke Pezi
Danke Pezi

Bei der Pezifamily angekommen, ziehen wir uns zum ersten Mal nach Wochen wieder so etwas wie menschliche Kleidung an, packen Moppets und Klamotten, und dann setzten wir uns noch einen Moment zusammen, erzählen, reden Benzin…

Dann machen wir uns auf die vorletzte Etappe nach Nürnberg, nicht ohne uns noch einmal bei Peter für alles zu bedanken. Gerne kommen wir noch einmal mit mehr Zeit zu diesem United Ténéristi zurück.

Erst um 22 Uhr „landen“ wir bei Jörg in Aich. Hier fließt das Bier mal wieder in Strömen und wir quasseln, was das Zeug hält. Komischerweise schläft es sich auch auf einem echten Möbel wirklich gut, und der Morgen beginnt völlig unverkatert.

Nach einem leckerem Frühstück geht´s dann wieder einmal auf die Bahn, nicht ohne noch einmal den Beschluss zu fassen, mehr Zeit für unsere Freunde zu haben. Dass wir das bei Steffi und Jörg widerholen, steht eh fest…

Gegen 15 Uhr treffen wir nach fast staufreier Fahrt zu Hause in Wuppertal ein. Wir laden zusammen ab und Abu Sarah (Den Spitznaman hat Latus am Assad Stausee erhalten) macht sich auf die allerletzte Etappe nach Neuss…

Last Stage
Last Stage
21.06.09 Fakts
Zwischen dem 15.5. und dem 14.6. haben wir 8.723,6 km zurück gelegt. Dabei sind ca. 630 Liter Benzin verschiedenster Qualität durch meine Vergaser geronnen. Die ST hat sich dabei 4-5 Liter Öl einverleibt (ich weiß viel zu viel und Abu Sarahs blieb dabei abstinent). Wenn man bedenkt, dass wir zwei Tage auf Fähren, zwei Tage in Aleppo und Damaskus zugebracht haben, bleiben 348 km pro Tag, aber das ist nur die halbe Wahrheit….
Es war eine verdammt geile Tour mit grandiosen Erlebnissen.

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